Nase: Ein leiser Auftakt, wie ein Archiv vergessener Düfte. Kräuter steigen zuerst auf, dann dieser typische old bottle flavour, der nach vergilbten Regalen klingt. Sherry schimmert durch. Feuchtes Holz, ein Hauch Rauch. Eine matschige Banane lugt hervor. Frisches Getreide und ein Spritzer Liebstöckel bringen Würze hinein. Rumtopf mischt sich mit weicher Eiche. Alles wirkt sanft, etwas unperfekt, wie eine Handskizze. Wachsig, ein Hauch nasser Karton. Kellermuff, aber eher wie ein alter Raum mit Kalkwänden, der Geschichten bewahrt. Dann diese britische Orangenmarmelade, die sich mit trockenem, dunklem Tee die Klinke in die Hand gibt.
Mund: Er startet dünn, fast schüchtern. Ein sanfter Pfefferstoß hellt das Bild auf. Herb, mit einem bitteren Kern. Etwas Leinenöl. Alles trocken, als wollte er nicht zu viel preisgeben. Mit Wasser öffnet sich Leder, Tabak, ein Hauch Parfüm. Die Trockenheit bleibt beharrlich.
Fazit: „Ein Flüstern aus dem Keller der Zeit.“
Nase: Ein kräftiger Auftritt. Sherry mit voller Wucht, aber unterlegt mit stechendem Alkohol. Dunkle Kirschen. Lösungsmittel, das an frisch geöffnete Farbtöpfe erinnert. Tannine und Eiche bringen Struktur. Ein Anflug von Parfüm. Menthol schiebt sich kühl nach vorn.
Mund: Trocken und scharf. Eingekochte Kirschen, dicht und fast sirupartig. Cremigkeit blitzt auf, wird aber rasch von Holz eingefangen. Mit Wasser beruhigt er sich. Süßer. Kräuter treten hervor. Angebrannter Plumpudding weht vorbei. Schärfe bleibt. Schwefel ebenfalls. Salz und geschwefeltes Trockenobst geben ihm einen eigenwilligen Drive. Salzkaramell taucht zum Schluss auf, wie eine kleine versöhnliche Geste.
Fazit: „Ein Speyburn, der lieber singt als flüstert.“