Nase: Im ersten Moment übertrieben süß, Duftbaum aus Sherry. Riecht wie ein aktueller normer Whisky der Standartsorten. Nicht intensiv, ein wenig "tot"....8 oder 10 oder 15...die Nase sagt da nichts aus. Eine Idee von Holz. Um Längen besser als die neue Travel Retail Serie. Scotch. Es riecht nach Scotch. Dann kommt noch etwas Orange mit durch und etwas Eukalyptus. Mit der Zeit schwarzer und grüner Tee. Der braucht wohl wirklich viel Zeit.
Mund: metallische Würze, wenig Speyburntypische Birne. Etwas öliges , cremiges baut sich auf. Wirkt tatsächlich gegenüber seinem Vorgänger mit 46% etwas verwässert. Ohne ihm böses zu wollen. Für sich genommen ist es ein guter Scotch, dennoch tut es weh von den 46 auf die 40% zu kommen. Bei einem großen Schluck bleibt schon ein wenig Bitterkeit. Vielleicht wurde der auf 40% runterverdünnt um große Schlucke zu machen. Bei kleinen kommt nicht viel an, er hält sich nicht lange. Der Nachklang ist zu kurz
Fazit: Im Grunde kein schlechter Whisky. Tabak und Apfel ergeben ein eigenständiges Profil. Doch er bleibt hinter dem alten 15er zurück. Der hatte mehr Tiefe. Dieser hier wirkt etwas nervöser. Etwas unausgewogen. Solide. Trinkbar. Aber keiner, der mich lange beschäftigt.
Nase: Eine verbesserte Version des 15er 40%, mit Orange, und auch ein wenig Speyburn-Birne. Auch ein Hauch Rumtopf - auch wenn das nicht sein kann. Wirkt leicht pafürmiert. Dazu Schokolade, Mandelgeleebanane, Zwetschgenmus. Deutlich intensiver als der 15er. Irgendwas mit Inger, vielleicht Ingwergebäck - kein frischer Ingwer. Eher leicht weihnachtlich. Würzig, gebacken. Am Ende ist es Sherry, klar. Und man merkt auch hier deutlich die fehlenden 6%.
Mund: Süffig. Gefährlich. Kann man gut wegtrinken und wie auch der 15er mit 40% scheint er genau dafür gemacht zu sein. Scotch ohne Identität, ohne Tiefe. Unspektakulär und enttäuschend, denn es ist eher Ballerstoff. Riecht super, riecht interessant, ist im Geschmack aber kein 18er sonder einer für große Gläser. 0,0 Trinkwiderstand.
Fazit: Nicht zu vergleichen mit den älteren 18ern. Dieser hier geht einen anderen Weg. Er will gefallen. Und das tut er. Vielleicht sogar ein Stück süffiger als der Vorgänger. Keiin großer Wurf. Und manchmal ist genau das genug.